4. Workshop „Tätigkeitstheorie und kulturhistorische Schule“
Der Workshop fand vom 6.- 8. Juli 2007 im Haus Ohrbeck bei Osnabrück statt.
Mit der folgenden Einladung für diesen Workshop sollte auf die Notwendigkeit hingewiesen werden, die inhaltliche Schwerpunktsetzung der Workshops stärker zu strukturieren mit dem Ziel, sie für junge Forscher und solche, die auch empirisch arbeiten – sei es qualitativ oder quantiativ ausgerichtet, attraktiver zu machen:
Einladung
Für den Workshop 2005 hatten wir damals in der Einladung formuliert:
Der Workshop ist gedacht, praktisch und wissenschaftlich Tätige, die an der Tätigkeitstheorie und der kulturhistorischen Schule interessiert sind, ein Forum zu bieten, auf dem Erfahrungen ausgetauscht, eigene Beiträge vorgestellt und konzeptuelle und praxisorientierte Fragen auf dem Hintergrund der Tätigkeitstheorie diskutiert werden können. Der Kreis richtet sich an ein breites Spektrum an Disziplinen und Tätigkeitsfeldern, wozu unter anderem die Psychologie, die Erziehungswissenschaften, die Psycholinguistik, die Sozialarbeit, die Betriebswirtschaft, die Computerwissenschaft, die Philosophie und die Sportwissenschaft gehören.
Ausserdem hatten wir fünf Themenbereiche benannt, die im ersten Workshop als Interessenschwerpunkte identifiziert worden waren:
Lerntätigkeit – Spezifik der Tätigkeitstheorie – Tätigkeitstheorie, Globalisierung, Ethik, Multikulturalismus – Widersprüche und Komplementaritäten in tätigkeitstheoretischen Ansätzen – Entwicklung und Tätigkeit
Wir können nach drei Workshops feststellen, dass wir einen Teil unserer Ziele erreicht haben – insofern Kolleginnen und Kollegen über Ihre Arbeit auf dem Hintergrund der Tätigkeitstheorie berichten. Ganz sicher haben wir aber unsere Ziele nach einer inhaltlichen Strukturierung nicht erreicht – und damit zu einem gewissen Teil verbunden – es auch nicht geschafft, dass jungen Forscher und Personen, die im Rahmen der Tätigkeitstheorie auch empirisch arbeiten und eigene Studien präsentieren, einen deutlichen Schwerpunkt auf der Tagung bilden. Es wäre aber in unseren Augen wünschenswert, wenn wir nicht nur konzeptuelle Vorträge hören würden, sondern auch Studien, in denen jemand versucht hat, mit der Tätigkeitstheorie konkrete, empirisch gestützte Ergebnisse zu erzielen.
Wir möchten dazu anregen, dass Ihr – wenn Ihr Euch zu dem Workshop anmeldet – darüber nachdenkt, wie wir die gesteckten Ziele besser erreichen können, sei es, dass Ihr junge Interessenten einladet, doch teilzunehmen und vorzutragen, sei es, dass Ihr Euren eigenen Vortrag stärker darauf ausrichtet, die oben beschriebenen Ziele zu erreichen.
Mit herzlichen Grüßen
Manfred Holodynski Falk Seeger
falk.seeger [at] uni-bielefeld.de