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Symposium für Joachim Lompscher

31. August 2005

Am 05.02.05 verstarb Prof. Dr. Joachim Lompscher, einer der national und international meist anerkannten pädagogischen Psychologen der DDR. Er war einer der Mitbegründer der Pädagogischen Psychologie in der DDR und wichtiger Repräsentant der Theorie der Lerntätigkeit, die weitgehend mit seinem Namen verknüpft ist. Bis zuletzt hat er unermüdlich dafür gearbeitet, dass die in 40 Jahren intensiver pädagogischpsychologischer Forschung gewonnenen Erkenntnisse nicht in Vergessenheit geraten. Er hat insbesondere in seiner letzten, 2004 erschienenen Arbeit, gezeigt, welche Impulse aus diesen Erkenntnissen für die Begründung einer neuen, zukunftsweisenden Lernkultur erwachsen können.

Im Rahmen des Symposiums soll auf dem Hintergrund der Würdigung des wissenschaftlichen Werkes von Joachim Lompscher danach gefragt werden, ob, wie und welche Ansätze, Theorien und Forschungsergebnisse der Pädagogischen Psychologie der DDR dazu beitragen können, das unscharfe Bild einer neuen Lernkultur für die Zukunft zu schärfen. Dies soll unter Bezug auf die Tätigkeitskonzeption und die aktuelle Konstruktivismusdebatte erfolgen.

Angeregt durch Impulsreferate soll hierzu eine intensive Diskussion geführt werden, bei der auch die Möglichkeit der persönlichen Würdigung des wissenschaftlichen Werkes Joachim Lompschers gegeben sein wird.

Die Beiträge sind in drei thematische Blöcke eingeordnet, die Bezüge zu den Schaffensstationen Joachim Lompschers aufweisen, wobei, sicher ganz im Sinne des Verstorbenen, die “Erinnerung für die Zukunft” zentrales Anliegen der Tagung sein wird.

Im Rahmen des Symposiums soll die aufgeworfene zentrale Frage aus drei Perspektiven heraus beantwortet werden:

1. aus der Sicht der Pädagogischen Psychologie der DDR (Bilanz der Jahre bis 1990)
2. aus der Sicht internationaler Pädagogischer Psychologie (die Wahrnehmung der Pädagogischen Psychologie der DDR im Ausland, einschließlich BRD bis 1990)
3. aus der Sicht auf zukünftige Aufgaben der Pädagogischen Psychologie unter tätigkeitstheoretischer Perspektive.


Beiträge:

Prof. Dr. A. Kossakowski (Pädagogische Psychologie im Bildungssystem der DDR)

Prof. Dr. H. Kühn (Zur Konstruktion von Spielsituationen zur Förderung und Entwicklung von Fähigkeiten zur Perspektivübernahme unter tätigkeitsorientiertem Aspekt)

Prof. Dr. W. Jantzen (Kulturhistorische Psychologie in der späten DDR und in der Wende – Allgemeines und Persönliches)

Prof. Dr. M. Hedegaard & Prof. Dr. S. Chaiklin/ DK (Using Principles of Developmental Teaching to help Swedish Elementary School Teachers Develop Their Mathematics Teaching)

Prof. Dr. G. Matthes (Zur Bedeutung des Konzepts der vollständigen Lernhandlung für die Förderung von Schülern mit Lernbeeinträchtigung)

Prof. Dr. H. Giest (Didaktische Analyse und Theorie der Lerntätigkeit

Weitere angemeldete Diskussionsbeiträge von Prof. Dr. W. Edelstein, Prof. Dr. H. Nickel, Prof. Dr. G. Rückriem u. a.